CHINA
Auf dem Weg zum größten Immobilienmarkt der Welt
Verdoppelung der Investionen gegenüber 2008
Peking (wmx): Über 150 Milliarden US Dollar wurden im Jahr 2009 in den Immobilienmarkt Chinas investiert. Das kam einer Verdoppelung gegenüber dem Jahr 2008 gleich, während gleichzeitig der berühmt- berüchtigte US-amerikanische Markt um 64 Prozent verloren hat.
Die Schweizer UBS und JPMorgan Chase & Co. sehen die Aktienpreise chinesischer Immobilienbau- und Verwaltungsfirmen für klar unterbewertet. Man sei kurzfristig davon ausgegangen, dass die chinesischen Behörden die Kreditvergaben beschränken könnten, angenommen man hätte den Immobilienmarkt als überhitzt eingestuft. Das sei nun nicht geschehen und Käufer würden den Markt bestürmen, neue Immobilienprojekte freizugeben. Dies sollte auch zu steigenden Aktienkursen für die betroffenen Firmen ergeben, meinte ein UBS Sprecher in Shanghai diese Woche.
Gleichzeitig würden die chinesischen Behörden weiter darauf achten, dass auch genügend erschwinglicher Wohnraum gebaut würde. Die Stadtregierung von Peking verabschiedete in diesem Zusammenhang im Februar 11 sogenannte Richtlinien, um vor allem auch Preismanipulationen besser bekämpfen zu können.
Sicher ein schwieriges Unterfangen in einem Land, indem zum einen viele Leute ihre erste Immobilie erwerben und zweitens genug neues Geld im Umlauf ist, für das es kaum eine zweite Investitionschance mit solch traumhaften Wertsteigerungsraten zwischen 10 und 20% pro Jahr gibt.